Geschichte
Am 22. Februar 1964 wurde die Arbeitsgemeinschaft 7/11 Aschersleben des Deutschen Modelleisenbahn-Verbandes der DDR (DMV) gegründet. Ein ehemaliges Ladengeschäft wurde als Räumlichkeit genutzt. In dieser jungen Arbeitsgemeinschaft begann man zunächst mit dem Bau einer Modelleisenbahnanlage in der Nenngröße H0. Schnell war die Kapazität der Räumlichkeiten erreicht, so daß eine andere Nenngröße gesucht wurde. Man einigte sich Anfang der 70er Jahre auf die recht neue Nenngröße TT, im Maßstab 1:120. Es entstand eine Anlage in L-Form, welche u.a. auf einer Ausstellung am Berliner Fernsehturm gezeigt wurde. Mitte der 70er Jahre mußte das Geschäft aufgegeben werden.
Anläßlich des Tages des Eisenbahners, am 14. Juni 1975, wurde von der damaligen Reichsbahndirektion Magdeburg ein ehemaliger zweiteiliger Triebwagen Bauart Stettin übergeben. Dieser schon von der DR zu einem Beiwagen umgebaute Triebwagen stand viele Jahre auf Gleis 27 des Ascherslebener Personenbahnhofs und wurde neues Domizil. Da die bestehende TT-Anlage nicht in den Beiwagen paßte, wurde sie umgebaut. Somit entstand die neue TT-Anlage „Bernhardsthal“. Auf dieser Anlage fuhren zahlreiche wertvolle Eigen- und Umbaumodelle der Nenngrößen TT und TTm. Diese wurden von den ehemaligen Mitglieder H. Hagedorn und H. Lessner (†) gebaut und machten die AG 7/11 Aschersleben in der DDR, sogar auch im Ausland bekannt. Unterdessen begann man sich auch mit der Geschichte der Modelleisenbahn und der Geschichte der Deutschen Reichsbahn zu befassen.
In dieser Zeit gab es mehrere Einbrüche, wobei Fahrzeuge entwendet wurden und Verwüstungen stattfanden. Ende der 80er Jahre entstand die TT-Anlage „Börnecke (Harz)“. Das Vorbild steht an der Strecke Blankenburg-Halberstadt. Das Motiv wurde so gewählt, daß die Anlage noch Platz im Stettiner Beiwagen fand.
Durch den plötzlichen, unerwarteten Tod des Modellbauers und Mitgliedes Hermann Lessner 1987 verloren wir einen der aktivsten TT-Enthusiasten. Kurze Zeit später verließ uns leider auch Hans Hagedorn, somit standen die Eigen- und Umbauten derArbeitsgemeinschaft nicht mehr zur Verfügung. Zu dieser Zeit wurde eine Instandhaltung des zweiteiligen Beiwagens immer notwendiger und daraufhin mußten Ausweichmöglichkeiten gesucht werden. Nach kurzen Verhandlungen fanden sich Anfang 1990 Räumlichkeiten im Klubhaus der Eisenbahner in Aschersleben, gleichzeitig wurde mit der Instandhaltung des Beiwagens begonnen. In diesem Zeitraum entstand nach Abbruch der Anlage „Bernhardsthal“ eine neue kleinere TT-Anlage. Aufgrund der Wende in der DDR änderte sich das Eigentumsverhältnis des Klubhauses der Eisenbahner, welches uns nach ca. 2 Jahren zu einem erneuten Wechsel der Räumlichkeit zwang (Übernahme eines vierachsigen Steuerwagens und einem Güterwagen der Gattung Gbs als Lagerraum). Nach der Wende löste sich der DMV auf, und die ehemaligen AG mußten in eine neue Rechtsform überführt werden. Am 29.8.1990 wurde der Eisenbahnclub Aschersleben e.V. gegründet. Es dauerte nicht lange, wurde unsere TT-Anlage "Reichelshain" auf der Modellbahn Köln Messe 1992 mit dem 3. Platz ausgezeichnet, was der Beitrag im Modelleisenbahner Heft 12/92 belegt.
Neuanfang
Zu der damaligen Zeit wurden neben der Modelleisenbahn auch zunehmend Originalfahrzeuge betreut. Leider nahm die Erhaltung als auch die Aufarbeitung der Originalfahrzeuge zu viel Zeit und Geld in Anspruch, so daß die Modelleisenbahn viel zu kurz kam. Um sich ausschließlich der Modelleisenbahn zu widmen, mußten wir uns von dem Vorbildbereich trennen. Die Modelleisenbahn-Arbeitsgemeinschaft 7/11 Aschersleben e.V., in Kurzform AG 7/11 genannt, wurde am 22. Februar 1997 von 7 Modelleisenbahnern gegründet. Der Schwerpunkt lag damals auf der Nenngröße TT, seit einigen Jahren bauen wir in der aufstrebenden Nenngröße 0. Unser Verein hat derzeit 7 Mitglieder, wovon 5 aktiv tätig sind.
neue Null-Anlage
Innerhalb eines Dreivierteljahres richteten wir unser neues Domizil ein. Im Jahr 2002 nahmen wir mit zwei Privatanlagen an Ausstellungen teil, wobei wir gleichzeitig neue Motive, Ideen und Marktlücken für eine zukünftige Vereinsanlage suchten. Nach mehrmonatiger Ideensuche kristallisierte sich aus vier Projekten die Spur 0-Anlage nach US-Motiven heraus. Im Herbst 2003 wurde nach umfangreichen Recherchen mit dem Bau der 5 Anlagenteile mit dem Bahnhof begonnen, und im Dezember 2004 erfolgte zur Weihnachtsausstellung in Köthen der Probebetrieb. Nach dem Bau des Schattenbahnhofes und einiger Streckenmodule entstanden weitere Segmente. Auch der Aufbau der rechten sowie linken Kurventeile sind vollendet. Damit wäre die Anlage, auf die Gesamt-Streckenmodule bezogen, fertiggestellt.
Wir haben aber noch eine Erweiterung mit einem Industrieanschluß im Bau. Damit wird es für die Anlage mehrere Aufbauvarianten geben.
Neue Mitglieder gesucht
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